[Rezension] Sturmzeit von Charlotte Link

*Werbung

Hallo ihr Lieben!

Charlotte Link habe ich erst dieses Jahr für mich entdeckt und bin von ihren Kriminalromanen restlos begeistert. Da ich auch historische Romane liebe, war ich sehr gespannt, wie die Autorin diese schreibt.

Vorab ist noch zu sagen, dass es sich bei dem Buch um ein Rezensionsexempar handelt, welches ich durch das Bloggerportal vom Verlag erhalten habe; vielen Dank dafür!

Nun kommt im Folgenden meine Rezension zu Sturmzeit von Charlotte Link:

Wie bereits erwähnt ist Sturmzeit ein hirstorischer Roman; genauer gesagt der Reihenauftakt zu einer Trilogie, die bereits erschienen, jetzt aber in einer neuen Auflage erneut raus kommt.
Das Buch spielt in der Zeit von 1914 bis ca. 1930. Es erzählt schwerpunktmäßig die Geschichte der jungen Felicia, aber wechselt auch ab und an zu anderen Charakteren, die Felicia nahe stehen. Man begleitet sie durch den Beginn des ersten Weltkrieges, den Krieg selbst, bis nach Russland rein, die russische Revolution und anschließend auch die Nachkriegsjahre bis zur Inflation, zum Börsencrash und auch der Aufstieg Hitlers wird gegen Ende hin schon Thema.
All dies ist realistisch und historisch korrekt dargestellt und wirklich interessant für Geschichtsfans. 

Der Schreibstil war im Großen und Ganzen sehr angenehm. Trotz der vielen Ereignisse und Perspektivenwechsel war ich zu jeder Zeit in der Geschichte drin und wusste immer was gerade los war. Ich kannte die Autorin ja bereits aus ihren Kriminalromanen und muss sagen, dass mir da der Schreibstil noch ein bisschen besser gefallen hat. Ich hatte hier teilweise das Gefühl, dass die Geschichte nicht vorwärts kommt. Auch hatte ich teilweise das Gefühl, dass ich die Geschichte nur passiv wahrnehme, da nicht wirklich was passierte. Das mag etwas widersprüchlich zu dem oben sein, dass ich immer in der Geschichte drin war, aber ich wusste immer was passiert, war aber manchmal nur passiv da, weil es aktuell nicht spannend war.

Die Protagonistin Felicia mochte ich leider nicht wirklich. Einerseits habe ich sie zwar bewundert, da sie ein wortwörtlich starker Charakter war und für ihre Zeit als Frau einiges auf die Beine gestellt hat und hart für ihre Ziele gearbetet hat, dabei allerdings des öfteren nicht davor gescheut hat, etwas nicht ganz richtiges zu tun. Ich möchte nicht mit ihr tauschen, da sie auch wirklich großartiges geleistet hat, doch ihre Methoden haben dafür gesorgt, dass ich sie im Endeffekt nicht wirklich leiden konnte. 
Auch die anderen Charaktere habe ich teils nicht wirklich gemocht. Die Einzige, die wirklich mochte und ebenfalls bewundert habe, war Felicias Großmutter Laetitia. Sie ähnelte von der Stärke her Felicia, hatte wahrscheinlich auch ihre Art und Weise, kam mir im allgemeinen aber deutlich angenehmer vor (vermutlich, weil sie auch keine ganz so große Rolle hatte und deswegen nicht so oft vorkam).

Ein angenehm zu lesender historischer Roman, der mich leider an manchen Stellen nicht so wirklich packen konnte. Im Vergleich mit den anderen Romanen der Autorin konnte mich Sturmzeit nicht so begeistern. Das Buch erhält 3,5 von 5 Einhörnern.

Neugierig geworden? Klickt hier

Vielen Dank fürs Lesen und alles Liebe,
eure Aileen♥

Kommentare