[Rezension] Projekt Empathie - Leander Rose


Hallo du und herzlich willkommen zu einer Rezension zu einem absoluten ♥-Buch von mir! Die Rede ist von dem Buch Projekt Empathie, geschrieben von der lieben Leander Rose. Ich habe das Buch im Mai letzten Jahres als eBook gelesen und seit dem hatte mich die Geschichte nicht mehr losgelassen und anlässlich der Blogtour zu dem Buch, habe ich es dann ein zweites Mal gelesen. Mittlerweile steht es mit Signatur in meinem Bücherregal und eins meiner absoluten Herzensbücher. Viel Spaß beim Lesen meiner Rezension!

Allgemeines

Titel Projekt Empathie
Autorin Leander Rose
Verlag Independently published 
Seiten 358
ISBN 978-1520827889

Sie kommen aus zwei verschiedenen Welten.
Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch, hat das Schicksal sie zusammengeführt. 
Aus seiner syrischen Heimat vor dem Krieg geflüchtet, erreicht Samir Deutschland in einem fatalen Zustand.
Zur selben Zeit unternimmt Mayas Großmutter einen letzten, verzweifelten Versuch, ihrer selbstmordgefährdeten Enkelin den Weg zurück ins Leben zu zeigen und zwingt sie zur sozialen Arbeit in einer Einrichtung für Geflüchtete. 
Es ist Samir, der sie erkennen lässt, dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen. 
Und es kommt der Tag, an dem Maya die Einzige ist, die ihn vor den Schatten seiner Vergangenheit retten kann.


Meine Gedanken rund um das Buch

Als ich das erste Mal den Inhalt des Buches gelesen habe war ich etwas skeptisch. In dem Buch geht es um Flüchtlinge, was ja heutzutage ein sehr heikles und mit Vorurteilen belegtes Thema ist. Ein Thema, bei dem man viel falsch machen kann. Man ja, aber Leander Rose nicht! Ich habe mich an das Buch gewagt und damit genau die richtige Entscheidung getroffen.

Leander Roses Schreibstil konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite packen. Das Buch war angenehm zu lesen, emotional und hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Einige Sätze und Zitate hatten es in sich und haben mir so getroffen, dass ich ich weiß nicht wie oft ich das Lesen unterbrechen musste, um Luft zu holen und über das gelesene nachzudenken. Das ein oder andere mal flossen auch die Tränen und die Geschichte von Samir und Maya hat meine Art über dieses Thema zu denken verändert.

In dem Buch geht es wie Anfangs schon erzählt um das Thema Flüchtlinge. Der junge Samir hat in seiner Heimat Syrien alles außer seinem Leben verloren und flieht. 

"Doch hinter ihm lag nur ein Trümmerhaufen aus Leid, Krankheit und Tod. Kein Zuhause, zu dem er zurückgehen konnte, keine geliebten Menschen, die seinen Fortgang mit Tränen in den Augen verfolgten. Dort war niemand, der an ihn dachte. Samir war allein auf der Welt. Der Krieg hatte ihm alles genommen."
Zur gleichen Zeit beginnt noch ein zweiter Handlungstrang, und zwar die Geschichte von Maya. Maya versucht sich das Leben zu nehmen. Diesen Selbstmordversuch sieht Mayas Großmutter als einen stummen Hilfeschrei und zwingt sie zur ehrenamtlichen Arbeit in einem Flüchtlingsheim. Und so treffen auch Samir und Maya aufeinander. Eine emotionale Geschichte um das Leben zweier junger Menschen beginnt, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch einander helfen und etwas verändern.
In dem Buch werden viele bestehende Vorurteile aufgegriffen und an die Offenheit und Toleranz eines jeden Menschen appelliert.

"Ich verstehe nicht, wieso Menschen einander hassen nur, weil sie aus unterschiedlichen Ländern kommen. Wir sind doch trotzdem alle Menschen. Wir sind alle gleich. Wir atmen die- selbe Luft, wie Laufen auf derselben Erde. Wir sind alle aus Fleisch und Blut."

Samir war für mich ein sehr faszinierender Charakter. Er hat in seiner Heimat alles verloren und kommt mit einem durch sein Trauma ausgelösten Erinnerungsverlust nach Deutschland. Trotz allem ist er dankbar für die Hilfe, die er bekommt und findet schnell einen besten Freund. Gemeinsam mit Jussuf lernt er das Leben in Deutschland kennen und versucht sich zu erinnern. Er ist meiner Meinung nach ein sehr starker Charakter, den man leicht in sein Herz schließen kann.
Maya tat mir zu Beginn echt Leid. Ihre Familie gehört zu der gehobenen Gesellschaft in Frankfurt, doch Maya fühlt sich dort nicht wohl. Ihre Großmutter zwingt sie in dem Heim zu arbeiten und so lernt Maya Samir kennen, der ihr wertvolle Dinge beibringt und das wahre Leben und die wirklichen Probleme der Menschen vor Augen führt. Ihre Entwicklung fand ich großartig.

Abschließend möchte ich euch noch mein absolutes Lieblingszitat vorstellen, welches so viel Wahres in so wenigen Worten mit sich bringt.

"Eine Kerze verliert nichts von ihrem Licht, wenn sie eine andere  Kerze ansteckt"

Bewertung

Wie anfangs schon erwähnt ist Projekt Empathie ein so besonderes Buch für mich. Es hat mich emotional so packen könne und mich nicht mehr losgelassen. Dieses Buch hat mich verändert und ich bin unfassbar dankbar, dass es gelesen zu haben. Ohne große Überlegung bekommt es vollkommen verdiente 5/5 Einhörner von mir.

Die Autorin


Leander Rose wurde 1992 geboren und lebt zusammen mit ihrem Mr. Darcy und der Hündin Lola in einem kleinen Haus am Berg in der idyllischen Kleinstadt Gießen, nahe Frankfurt.
Schon als kleines Mädchen, träumte sie den Traum vom eigenen Buch und wollte, mehr als alles andere, eine Geschichtenerzählerin werden.
Wenn du mehr über die Autorin erfahren möchten, schau auf www.leanderrose.de vorbei.
Quelle

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