[Blogtour - Projekt Empathie] Eine Kerze verliert nichts von ihrem Licht, wenn sie eine andere Kerze ansteckt

[Der Beitrag ist eigentlich vom 22. Februar, allerdings habe ich
ihn durch meinen Neustarts rausnehmen müssen. Da er aber auf
meinem Blog nicht fehlen darf, habe ich ihn nun wieder
hochgeladen]

Hallo ihr LiebenWie ihr schon am Titel erkennen könnt, handelt es sich um einen Teil der Blogtour von dem Buch Projekt Empathie.

Die Blogtour findet anlässlich des Erscheinens von Projekt Empathie als Taschenbuch statt. Kaufen könnt ihr es hier.

Es ist mir eine große Ehre dabei zu sein! Wie einige ja wahrscheinlich wissen, ist das eBook letztes Jahr eins meiner Jahreshighlights gewesen und auch beim zweiten Mal lesen, hat es mich komplett überzeugen können!

Ich werde das Thema Offenheit und Toleranz mit Hinblick auf das Thema von Projekt Empathie thematisieren. Um erst einmal ein grobes Bild zum Buch zu bekommen, hier der Inhalt von Projekt Empathie:

Syrien: Armut. Krankheit. Leid. Tod. 
Als Samir aus seiner Heimat flüchtet, hat er nichts mehr, zu dem er zurückblicken kann. Der Krieg hat ihm alles genommen, was er liebte. 
Nur die Hoffnung auf eine bessere Zukunft hat er nicht verloren. 
Gießen: Eine Stadt. Viele Wege, die sich kreuzen. Vier Schicksale, die miteinander verflochten sind. Und ein Neuanfang für sie alle, frei von den Schatten der Vergangenheit. 
Projekt Empathie ist eine Geschichte über Toleranz, Freundschaft und Offenheit. Sie erzählt von schweren Zeiten. Von dunklen Tagen.
Doch sie erzählt auch von dem Moment, in dem man erkennt, dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen.

Sie kommen aus zwei verschiedenen Welten. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch, hat das Schicksal sie zusammengeführt. Aus seiner syrischen Heimat vor dem Krieg geflüchtet, erreicht Samir Deutschland in einem fatalen Zustand. Zur selben Zeit unternimmt Mayas Großmutter einen letzten, verzweifelten Versuch, ihrer selbstmordgefährdeten Enkelin den Weg zurück ins Leben zu zeigen und zwingt sie zur sozialen Arbeit in einer Einrichtung für Geflüchtete. Es ist Samir, der sie erkennen lässt, dass es sich lohnt, für das Leben zu kämpfen. Und es kommt der Tag, an dem Maya die Einzige ist, die ihn vor den Schatten seiner Vergangenheit retten kann. 

Es geht also um das Thema Flüchtlinge; ein ziemlich heikles Thema in der heutigen Zeit. Wie vielen bekannt ist, ist die Stimmung allgemein negativ. Doch wie kommt das? Warum können die meisten nicht mit viel mehr Offenheit und Toleranzbereitschaft an das Neue? Ich glaube, dass ein Hauptgrund die vielen Vorurteile sind, die auch im Buch auftauchen.

1. Die Flüchtlinge kommen nur, um uns die Arbeit wegzunehmen

"Doch hinter ihm lag nur ein Trümmerhaufen aus Leid, Krankheit und Tod. Kein Zuhause, zu dem er zurückgehen konnte, keine geliebten Menschen, die seinen Fortgang mit Tränen in den Augen verfolgten. Dort war niemand, der an ihn dachte. Samir war allein auf der Welt. Der Krieg hatte ihm alles genommen."  

"Hatte man hier komplett vergessen, dass das Zuhause dieser Menschen von Bomben zerstört wurde? Dass viele ihrer Freunde und Verwandten getötet wurden? Dass in ihrem Heimatland Krankheit, Leid, Hunger und Armut herrschte. Und dass sie an all dem unschuldig waren, dass sie nichts dagegen tun konnten. Nur fliehen."

Oft vergessen die Leute, dass gerade die Menschen aus Syrien (wie Samir) nicht fliehen, damit sie mehr Geld haben. Viele Menschen haben in ihrem Land ihre komplette Existenz verloren und setzen das letzte was sie besitzen, ihr Leben, ein, um aus dem Land zu fliehen, dass einst ihre Heimat war und nun auf Kurz oder Lang ihren Tod bedeuten würde. Viele dieser Menschen wünschen sich nichts sehnlicher, als dass der Krieg in ihrer Heimat beendet und sie wieder zurückkehren können. 


2. Alle Flüchtlinge sind Verbrecher

"Natürlich war sie auch auf Artikel gestoßen, in denen Asylbewerber gegen das Gesetz verstoßen hatten. Diebstahl, Körperverletzung und Belästigung waren alles Begriffe, die ihr in diesem Zusammenhang nicht neu waren. 
Doch hatten nicht auch deutsche Bürger gegen das Gesetz verstoßen? Gabe es in unserem Land, in unserem Volk, keine Vorfälle von Gesetzeswidrigkeiten? Benahm sich hier jeder sowie es die Gesellschaft forderte?"

Auch hier wird vor allem von den Medien viel manipuliert. Straftaten, begangen von Asylbewerbern, werden in Zeitung, TV oder sonstigen Nachrichtenplattformen mehr ausgelegt und stärker betont, als Taten von deutschen Staatsbürgern. Ich möchte nicht bestreiten, dass es unter den Asylbewerbern schwarze Schafe gibt, denn die gibt es; aber die gibt es in jedem Volk und meiner Meinung nach kein Grund, nicht offen gegenüber dem Großteil zu sein.


3. Der Islam passt nicht zur westlichen Kultur

"Wir glauben daran, dass das Paradies unter den Füßen der Mutter liegt und dass die Ehefrau auf Händen getragen werden soll. Es gibt mehr Muslime, die diese Ideale ausleben, als welche, die es nicht tun. Doch wie so häufig stechen auch hier die negativen Beispiele deutlich hervor, während die Menschen die vorbildlich leben im Hintergrund versinken."

Ich glaube zu diesem Punkt muss ich dank des tollen Zitates nicht mehr viel sagen. Die schwarzen Schafe stechen raus und der Mensch, weil er nun mal so ist, pauschalisiert dies direkt auf die ganze Masse. 


4. Die Flüchtlinge wollen sich nicht integrieren.

"Wir erwarten von Flüchtlingen Integrationswilligkeit und Akzeptanz unserer demokratischen Grundwerte. Das Gleiche dürfen wir jedoch auch von jedem deutschen Mitbürger erwarten. Es stellt sich mir die Frage, warum die Menschen, die angeblich die deutsche Kultur verteidigen, das nicht mit demokratischen Mitteln, konstruktiver Kritik und gewaltfreier Kommunikation tun."    

Ebenfalls zu diesem Zitat gibt es nicht wirklich etwas hinzuzufügen. Viele Flüchtlinge versuchen alles, um sich unserer Kultur anzupassen und nur einzelne möchten dies nicht.


Foto von Leander Rose

Es gibt so viele Vorurteile, die alle entkräftet werden könnten. Ich sage nicht, dass dies für alle gilt, es gibt schwarze Schafe unter den Asylbewerbern, doch der Großteil möchte einfach nur ein sicheres Leben führen und wir sollten ihnen mit mehr Offenheit, Toleranz und Hilfsbereitschaft entgegentreten.

"Ich verstehe nicht, wieso Menschen einander hassen nur, weil sie aus unterschiedlichen Ländern kommen. Wir sind doch trotzdem alle Menschen. Wir sind alle gleich. Wir atmen die- selbe Luft, wie Laufen auf derselben Erde. Wir sind alle aus Fleisch und Blut."  

Mit diesem Zitat möchte ich den Beitrag auch beenden.
Ich hoffe, er hat euch gefallen und in gewisser Weise auch nahe kommen.
Denkt immer daran, wir sind alle Menschen und keiner ist besser als der andere.

Alles Liebe, 
eure Aileen♥

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